Lebensmittelallergien / -unverträglichkeiten

Lebensmittelallergien

Eine Lebensmittelallergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems mit der Bildung bestimmter Antikörper, die in Haut- und/oder Bluttestungen nachgewiesen werden können. Zu den häufigsten Auslösern im Kindesalter gehören Hühnerei, Kuhmilch, Weizen, Soja, Erdnuss und Haselnuss.

Im Jugendlichen– und Erwachsenenalter sind es eher Auslöser, die aufgrund einer gleichzeitigen Pollenallergie auftreten, wie z.B. Haselnuss, Soja, rohe Möhre, roher Sellerie, rohes Kern- und Steinobst, aber auch Erdnüsse, Hasel- oder Walnuss.

Nach erfolgter Diagnostik und Besprechung mit Ihrem Arzt informiere ich Sie über die weitere Vorgehensweise gemäß den Empfehlungen Ihres Arztes. Es folgt eine Kosteinstellung, Hinweise zur Kennzeichnung Ihrer Allergieauslöser auf verpackten Lebensmitteln, Hilfestellung bei der Zubereitung von allergenarmen Gerichten sowie der Information zu „Ausweich-„Lebensmitteln. Ziel ist es, die Symptome deutlich zu verringern und Sie vor möglichen Mangelsituationen zu schützen und Ihnen den Alltag mit Allergien zu erleichtern.

Neurodermitis

Hinter diesem Krankheitsbild können eine Vielzahl von Auslösern stecken. Ein Mosaiksteinchen kann eine Lebensmittelallergie sein. Besonders wichtig ist hier die genaue Protokollierung unter besonderer Berücksichtigung der verschiedenen möglichen Auslöser (Protokollbogen s. Formulare). Liegt eine Lebensmittelallergie vor, zeige ich Ihnen Alternativen auf, damit Sie in keine Mangelsituation geraten und Ihre Ernährung lecker und ausgewogen ist, trotz Neurodermitis.

Fruktosemalabsorption

Ist der Darm in Aufruhr nach dem Genuss von Säften oder Obst, kann eine Unverträglichkeit gegenüber einem Kohlenhydrat, hier dem Fruchtzucker, vorliegen.

Fruchtzucker kommt hauptsächlich in Obst vor. In der Regel wird der Fruchtzucker  von den Zellen des Dünndarmes aufgenommen und ins Blut weitergeleitet. Bei einer Störung des Transportsystems, wird die Fruktose nur unvollständig aufgenommen, so dass der Darm rebelliert. Die Fruktose wandert dann weiter in den Dickdarm, wo die Bakterien sie zu organischen Säuren, Kohlendioxid und Wasserstoff abgebaut werden. Dabei entstehen die typischen Beschwerden wie Blähungen, Unterbauchschmerzen, aufgetriebener Bauch und Durchfälle.

Laktoseintoleranz

Wenn sich nach dem Verzehr von Milch und -produkten der Darm bläht, kann der Verdacht auf eine Laktoseintoleranz nahe liegen. Der Körper reagiert nicht aufgrund einer sog. Milcheiweißallergie, sondern weil er den Milchzucker (das Kohlenhydrat der Milch) unzureichend aufspalten kann.

Essen oder trinken wir Milch oder Milchprodukte gelangen diese in den Dünndarm, wo sie auf das Enzym Laktase treffen. Das Enzym ist zuständig für die Spaltung der Laktose. Ist es nur unzureichend vorhanden, bleibt der Milchzucker im Darm und wird von den Darmbakterien verstoffwechselt. Dabei entstehen Kohlendioxid, Wasserstoff und freie Fettsäuren, die letztendlich das typische Beschwerdebild hervorrufen: Völlegefühl, aufgetriebener Leib, Bauchkrämpfe sowie übelriechende Blähungen.

Glutenunverträglichkeit/Zöliakie

Diese Erkrankung wird ausgelöst durch den Verzehr von glutenhaltigem Getreide (Weizen, Dinkel, Grünkern, Roggen, Gerste, u.a.). Sie ist eine immunologische Erkrankung des Dünndarms. Ist die Diagnose gesichert durch die sogenannte Antikörperbestimmung und der Dünndarmbiopsie ist eine konsequente glutenfreie Ernährung erforderlich. Über die ersten Wochen mit einer glutenfreien Ernährung, helfe ich Ihnen gerne hinweg (z.B. worauf muss ich in meiner Küche achten, wie erkläre ich das meinem Kind, was sage ich dem Kindergarten/der Schule, usw.). Durch die glutenfreie Kostform verschwinden die Symptome schnell.

ÜBRIGENS: es ist unsinnig, „pro forma“ auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten, ohne eine gesicherte Diagnose!

Histaminintoleranz

Beim Genuss von Rotwein wird die Haut rotfleckig, besonders im Gesichts-, Hals- und Dekolletebereich. Oder nach einem deftigen Essen mit Sauerkraut, Fleisch und Bier reagiert die Haut mit Juckreiz. Das können nur einige Symptome bei einer sog. Histaminintoleranz sein. Histamin gehört wie Serotonin oder Thyramin zu den biogenen Aminen. Sie sind körpereigene Substanzen und haben vornehmlich helfende Funktionen: sie regulieren den Blutdruck, sind beteiligt an der Magensaftproduktion, steigern die Darmbewegung und sorgen für einen ausbalancierten Schlaf-Wachrhythmus. Sind nun zu viele Helfer unterwegs, können sie mittels des Enzyms Diaminooxidase (DAO) im Dünndarm abgebaut werden. Gibt es aber eine Störung im Abbau, kann es zu vielfältigen Symptomen kommen: beschrieben werden Hautrötungen, Juckreiz, Quaddelbildung; Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe; Herzrasen, Schwindel; Migräne und Kopfschmerzen.